Glossar


Brennwet, Ho / Heizwert, Hu

Bei Brennstoffen unterscheidet man zwei Wärmewerte:
den Brennwert H0 (früher oberer Heizwert) und den Heizwert H„ (früher, unterer Heizwert). Der Brennwert gibt die gesamte Wärmemenge an, die bei der Verbrennung frei wird, also auch die Wärme, die im Wasserdampf der Abgase (Wasserdampfkondensation) gebunden ist. Der Heizwert dagegen berücksichtigt nur die Wärme, die ohne Abgaskondensation nutzbar ist. Bei Erdgas liegt der Brennwert deutlich höher als der Heizwert - um 11%.

Heizgradtage

Die Heizgradtagszahl HGT ist die über alle Heiztage eines Jahres gebildete Summe der täglich ermittelten Differenz zwischen der Raumlufttemperatur fc und der mittleren Tagesaußentemperatur ta. Die üblichen Angaben erfolgen für 20/12, 20/15 und 22/15 (jeweils Raumtemperatur/Heizgrenztemperatur). Als Heiztag gilt, wenn die Tagesmitteltemperatur unter der Heizgrenztemperatur (bei Altbauten 15°C) liegt. Die Anzahl der Heiztage pro Jahr wird von den Wetterstationen für die verschiedenen Klimaregionen und Standorte angegeben.

Jahresnutzungsgrad

Der Jahresnutzungsgrad (in %) gibt das Verhältnis von nutzbarer Wärme zu eingesetztem Brennstoff. In ihm sind u.a. enthalten: feuerungstechnische Wirkungsgrad, Bereitschaftsverluste, Stillstandsverluste. Um vergleichbare Aussagen zu haben, bezieht sich der Nutzungsgrad auf den Heizwert, deshalb kann er bei einem Brennwertkessel auch über 100% liegen. Der feuerungstechnische Wirkungsgrad wird vom Schornsteinfeger ermittelt. Er gibt an, wie viel Energie nach Abzug der Abgasverluste noch nutzbar ist.

U-Wert

Wichtige Energiespargröße. Der U-Wert, der so genannte Wärmedurchgangskoeffizient, ist seine-bauphysikalische Größe, die angibt, wie viel Energie (Watt) pro Bauteilfläche (m2) bei einem Grad Temperaturdifferenz (K= Grad Kelvin) durch das Bauteil transmittiert (Einheit: W/m2-«). Je kleiner der k-Wert, desto besser ist die Wärme¬dämmung des Bauteils und umso geringer der Wärmeverlust.

Luftwechsel

bezeichnet die Häufigkeit des Luftaustausches. Bei einem Luftwechsel von 0,6/h wird in einer Stunde der 0,6 -fache Rauminhalt ausgetauscht.

Wärmebrücken

Als Wärmebrücken werden örtlich begrenzte Stellen bezeichnet, die im Vergleich zu den angrenzenden Bauteilbereichen eine höhere Wärmestromdichte aufweisen. Daraus ergeben sich zusätzliche Wärmeverluste sowie eine reduzierte Oberflächentemperatur des Bauteils in dem betreffenden Bereich. Wird die Oberflächentemperatur durch eine vorhandene Wärmebrücke abgesenkt, kann es an dieser Stelle, bei Unterschreitung der Taupunkttemperatur der Raumluft, zu Kondensatbildung auf der Bauteiloberfläche mit den bekannten Folgeerscheinungen, wie z.B. Schimmelpilzbefall kommen.

Typische Wärmebrücken sind z.B. Balkonplatten, Attiken. Betonstützen im Bereich eines Luftgeschosses, Fensteranschlüsse an Laibungen.

Normwärmebedarf

Der Normwärmebedarf = Heizlast (in kW) eines Hauses ist die Grundlage zur Dimensionierung des Heizkessels. Er gibt an, welche Kesselleistung erforderlich ist, um am kältesten Auslegungstag (-15°C) alle Räume auf die gewünschte Temperatur (20°C) zu heizen. Diese Leistung muss eine Heizung ohne Verluste haben.

WLG, WLZ

Dämmstoffe sind derzeit in Wärmeleitfähigkeitsgruppen (WLG) eingeteilt, die mit dem 1000-fachen Rechenwert ihrer Wärmeleitzahl (WLZ) bezeichnet werden. Die Wärmeleitzahl ist ein Baustoffkennwert der angibt, wie gut oder wie schlecht ein Stoff die Wärme durchlässt. WLG 040 steht für die Wärmeleitzahl 0,040 W/m-K. Je kleiner der WLG-Wert, desto besser der Wärmeschutz.

Blower Door

Mit dem Differenzdruck-Messverfahren (auch: Blower-Door-Test) wird die Luftdichtheit eines Gebäudes gemessen. Das Verfahren dient dazu, Leckagen in der Gebäudehülle aufzuspüren und die Luftwechselrate zu bestimmen.

Energieausweis

Bei Errichtung, Änderung oder Erweiterung von Gebäuden ist nach der Energieeinsparverordnung ein Energiebedarfsausweis auszustellen. Für bestehende Gebäude muss bei Verkauf, Vermietung, Verpachtung oder Leasing eines Gebäudes dem Interessenten auf Verlangen ein Energieausweis zugänglich gemacht werden.

Überwälzen

Die im Maklervertrag definierten Zahlungsverpflichtung – Maklerprovision – des Verkäufers gegenüber dem Makler, kann auf Wunsch des Verkäufers vom Notar während der Schließung des Kaufvertrages auf den Käufer übertragen werden.
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